Fachkräfte: Bewertungen des Arbeitgebers beeinflussen die Job-Wahl


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Unternehmen stehen immer mehr in Konkurrenz um Fachkräfte.

Im Kampf um qualifiziertes Personal wird der “War for talents” immer heftiger. Das Pflegen der Arbeitnehmermarke, aber vor allem die Reputation des Unternehmens werden zu Schlüsselfaktoren für den Erfolg beim Recruiting.

Die Online-Reputation spielt eine immer größere Rolle im Kampf um Fachkräfte. (c) geralt bei pixabay

Die Online-Reputation spielt eine immer größere Rolle im Kampf um Fachkräfte. (c) geralt bei pixabay

 

Der Kampf um die besten Fachkräfte

Unternehmen stehen immer mehr in Konkurrenz um die besten Kandidaten. Nicht mehr nur der Jobinteressent muss sich beim Unternehmen bewerben, sondern auch das Unternehmen beim Jobsuchenden. Das gilt für die Fachkraft genauso wie für Jugendliche, die nach dem passenden Ausbildungsplatz sind.

Die Arbeitgebermarke soll strahlen

Unternehmen verstärken deshalb die Aktivitäten im Personalmarketing und der Öffentlichkeitsarbeit, um Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und neue zu gewinnen. Mit dem Ansatz des Employer Brandings (Entwickeln einer Arbeitgebermarke), soll das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber dargestellt werden – mit dem Ziel, sich von Wettbewerbern am Arbeitsmarkt positiv abzuheben.

Bewertungsportale im Trend

Knapp die Hälfte der Jobinteressenten informiert sich online über Bewertungen von Arbeitgebern. Tendenz steigend, ergab eine Umfrage im Auftrag von Bitkom. Online-Rezensionen würden in der Arbeitswelt eine ähnliche Rolle wie beim Online-Shopping spielen, so das Ergebnis der Umfrage. Eine gute Bewertung könne laut Umfrage die Entscheidung für einen Job-Wechsel maßgeblich beeinflussen – und die Bedeutung werde immer größer, so die Studienresultate.

Gefragt ist ein aktives Reputationsmanagement

Es wird deutlich, dass Online-Bewertungen sind für viele die erste Visitenkarte eines Arbeitgebers sind. Unternehmen, die hier Reputations-Pluspunkte sammeln, haben im Kampf um die besten Köpfe eine bessere Ausgangsposition.

Reputation bestärkt die Job-Entscheidung

Wie ein Arbeitgeber beurteilt wird, hat auch Auswirkungen auf die Entscheidung für oder gegen einen Job. 44 Prozent aller Befragten gaben an, dass das ihre Entscheidung für einen Job-Wechsel beeinflusst hat. 14 Prozent fühlten sich in ihrer Entscheidung für den neuen Arbeitgeber bestärkt. Und 12 Prozent haben sich aufgrund der Arbeitgeberbewertungen im Internet gegen den möglichen Wechsel entschieden. Weitere 13 Prozent geben an, dass die Bewertungen ihre Entscheidung nicht beeinflusst hätten. 28 Prozent haben schon einmal ihren Arbeitgeber auf speziellen Bewertungsportalen wie kununu.com, meinchef.de oder glassdoor.de bewertet.

Kununu - wo Fachkräfte Unternehmens bewerten

Kununu – wo Fachkräfte Unternehmens bewerten. Screenshot (c) Holger Hagenlocher

 

Wie plausibel ist das Urteil?

Dennoch sollte klar sein, dass Online-Bewertungen eher eine Orientierungshilfe sind und immer subjektive Empfindungen widerspiegeln. Job-Interessenten sollten sich deshalb nicht von einzelnen Bewertungen blenden lassen, sondern sich immer ein umfassendes Bild machen. Je mehr Einträge es gibt, desto plausibler ist das Gesamturteil. Je größer die Stichprobe, umso signifikanter ist die Aussage der Sterne-Bewertungen in den Portalen, die jeweils den Durchschnitt aller abgegebenen Bewertungen wiedergeben. Darum ist es wichtig, alle Mitarbeitenden darüber zu informieren, dass der Betrieb bei Kununu, Linkedin oder anderen ist. Ein Betrieb sollte selbstbewusst genug sein, seine Beschäftigten zu animieren, eigene Bewertungen abzugeben. Ebenso wichtig ist die kontinuierliche Betreuung und Kommentierung der Bewertungen.

 

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