Mammutaufgabe Digitalisierung – was Sie unbedingt wissen sollten


Mammutaufgabe Digitalisierung

Was Sie unbedingt wissen sollten – und worüber die Politik lieber schweigt

Bei den zurückliegenden Sondierungsverhandlungen zur angestrebten Jamaika-Koalition konnten interessierte Beobachter immer wieder das Schlagwort „Digitalisierung“ vernehmen. So twitterte die CSU-Abgeordnete Dorothee Bär:

Tweet Dorothee Bär zum Thema #Digitalisierung in den Jamaika-Sondierungsverhandlungen

(https://twitter.com/DoroBaer/status/930071325258997760). In ihrem Tweet bezeichnete sie die Digitalisierung sogar als #wichtigstesThema, was anmaßend klingt, angesichts der tatsächlich behandelten Aspekte zum Thema Digitalisierung in Bezug zur eigentlichen Tragweite des Themas. So beschäftigte man sich doch insbesondere nur mit dem Breitbandausbau und der Förderung der Glasfasernetze.

Dass die digitale Infrastruktur für die Förderung der deutschen Wirtschaft und Absicherung der Wettbewerbsposition tatsächlich ein wichtiges Thema ist, ist unstrittig. Schlimm genug, dass eine so reiche Volkswirtschaft bisher beim Ausbau der Infrastruktur eher einen Platz im Mittelfeld einnimmt, wo doch die deutschen Unternehmen weltweit häufig Spitzenpositionen bekleiden. Von politischer Seite hatte man sich bisher stets auf marktwirtschaftliche Lösungen verlassen, die aber gerade zum Ausbluten des ländlichen Raums und zum Rosinenpicken in den Ballungsräumen und Metropolen geführt haben. Als Instrument der Wirtschaftsförderung wären die Ergebnisse der gescheiterten Sondierung deshalb durchaus positiv.

Was die Politik aber stets in der öffentlichen Kommunikation ausklammert – und wohl eher aus Angst vor dem Wähler und weniger mangels entsprechendem Wissen verschweigt – sind die Folgen der fortschreitenden globalen Digitalisierung. Denn die Digitalisierung hat weitreichende Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

Während die Politik noch immer notwendigerweise über Breitband-Ausbau oder Glasfasernetze diskutiert, sehen sich die Unternehmen in einer globalisierten Wirtschaft einer Wettbewerbssituation ausgesetzt, die den Anpassungsdruck in Richtung digitalisierter Produktion deutlich verstärkt. Dabei sind bei der zunehmenden Digitalisierung verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, die sich parallel entwickeln, aber stets Interdependenzen aufweisen.
Neben der betriebswirtschaftlichen Komponente der Digitalisierung wird sie auch starke volkswirtschaftliche (zum Beispiel fiskalische und arbeitsmarktpolitische) Auswirkungen nach sich ziehen. Daneben stellt die Digitalisierung auch die Gesellschaft vor große Herausforderungen, denen bereits jetzt gesellschaftspolitisch entgegengewirkt werden sollte.

 

Betriebswirtschaftliche Aspekte / Mikro-Ebene:

Roboter-Arme am leeren Fließband

Roboter-Arme am leeren Fließband

Produktion und Dienstleistungen: Deutsche Unternehmen sind in einer globalisierten Wirtschaft einem vermehrten Kostendruck ausgesetzt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, wird zunehmend auf sinkende Stückkosten gesetzt, die sich durch die zunehmende Digitalisierung/Roboterisierung aller Produktionseinheiten erreichen lässt. Die Schlagworte Industrie 4.0, Internet of Things (IoT) und digitale Produktion sind bereits seit einigen Jahren in der Diskussion. Selbstlernende und selbst-erkennende Maschinen reduzieren die Arbeitsnachfrage nach Industrie-Facharbeitern.

Stattdessen steigt die Nachfrage nach gut und hochausgebildete Spezialisten zur Steuerung der intelligenten Produktion. Tätigkeiten, die sich durch Algorithmen/digitale Techniken abbilden lassen, werden wegfallen. Im Bereich der Dienstleistungen trifft es bereits jetzt die Beschäftigten der Banken und Versicherungen, die sukzessive abgebaut werden.

Vertrieb/Absatzwirtschaft: Neue Technologien ermöglichen neue Absatzwege. Workflows werden verändert und näher mit dem Kunden, Endabnehmer, Anwender verzahnt.
Die Zeit-Kosten für Außendienst-Mitarbeiter im „Dauer-Stau“ können mithilfe digitaler Techniken reduziert werden. In Folge dessen wird der eigene Außendienst durch spezialisierte Freelancer vor Ort (beim Kunden) sukzessive ersetzt.

Personalwirtschaft: Die zunehmende Digitalisierung/Roboterisierung führt zu betriebswirtschaftlich notwendigen Entlassungen. Im Bereich des Personalmanagements werden vor allem das Freisetzungsmanagement und, wo möglich, das Replacement gefragt sein.
Die zunehmende Digitalisierung ermöglicht zunehmend das Arbeiten „Out of office“. Die 24/7-Erreichbarkeit lässt die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit und damit zwischen beruflichem und privatem Leben verschwimmen. So wird die Häufigkeit des Auftretens mentaler Erschöpfungszustände mit Burn-out-Symptomen sowie psychischer Auffälligkeiten deutlich zunehmen. Das „Always-on“ führt zum Information Overflow, der nicht mehr zu verarbeiten ist, wenn entsprechende Techniken wie Priorisierung nicht vermittelt werden. Kollabieren immer mehr Beschäftigte, werden die zunehmenden psychisch bedingten Fehlzeiten zur signifikanten Kostengröße, die den Trend zur Substituierung menschlicher Arbeitskraft durch künstliche Intelligenz weiter verstärkt.
Kurz- und mittelfristig werden Unternehmen/Arbeitgeber gefordert sein, psychosoziale Komponenten zu berücksichtigen sowie klare Regeln zur Erreichbarkeit und zum Arbeits- und Freizeitverhalten zu erstellen.

Technische Aspekte:

Deutschland hinkt beim Breitband-Ausbau und der Vernetzung hinterher. Sollten diese infrastrukturellen Standortnachteile nicht baldmöglichst gelöst werden, werden die – noch erfolgreichen – deutschen Unternehmen an Boden verlieren – oder die Produktion ins Ausland verlagern.

Volkswirtschaftliche Aspekte / Makro-Ebene

Die Digitalisierung führt, wie oben beschrieben, zur Freisetzung vieler Arbeitskräfte: Einer Oxford-Studie zufolge, werden in den kommenden 20 Jahren in den USA bis zu 50 Prozent der Arbeitskräfte freigesetzt (Quelle: s.u.). Besonders betroffen sind Dienstleistungen, wie Versicherungsmitarbeiter, der Handel etc.
In Deutschland wird die Entwicklung langsamer voranschreiten, da der Dienstleistungssektor weniger stark ausgeprägt ist als in den USA. Dafür kommt stattdessen in Deutschland der Industriesektor stark unter Druck, vor allem durch den Wettbewerb aus Fernost, aber auch durch Angriffe auf die deutsche Leitindustrie Automobilwirtschaft durch neue Anbieter in den Bereichen Elektromobilität und Autonomes Fahren (zum Beispiel von Anbietern aus dem Silicon Valley in Kalifornien). Der Preiskampf wird den Rationalisierungsdruck erhöhen, was zu zunehmender Digitalisierung in Entwicklung und Produktion führen wird.

Eine Studie der ING-DiBa (Brzeski, Carsten / Burk, Inga: Die Roboter kommen. Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt, Quelle: s.u.). kommt zu dem Schluss, dass es in den kommenden Jahren durch die zunehmende Automatisierung zu gravierenden Veränderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt kommt. Roboter werden zukünftig verstärkt den Menschen als Arbeitskraft ersetzen oder sich einen Arbeitsplatz mit ihm teilen. Laut der IngDiBa-Studie sind in Deutschland innerhalb der nächsten zehn bis 20 Jahren 18,3 Millionen Arbeitsplätze durch die „Robotisierung“ bedroht.

Doch nicht alle Arbeitsplätze sind nach Einschätzung der IngDiba-Studie gleich gefährdet. Führungskräfte, sowie Akademiker in wissenschaftlichen und kreativen Berufen unterlägen der geringsten Wahrscheinlichkeit einer Automatisierung. Berufe, die eine Spezialisierung oder Expertenwissen erfordern, seien ebenfalls kaum betroffen.

Dagegen würden administrative Tätigkeiten mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Automatisierung unterliegen.

Laut der IngDiBa-Analyse sind folgende fünf Berufe am meisten betroffen:
Büro- und Sekretariatskräfte (1,9 Millionen Arbeitsplätze)
Hilfskräfte für Post- und Zustelldienste sowie Lagerwirtschaft (1,5 Millionen Arbeitsplätze)
Verkäufer (1,2 Millionen Arbeitsplätze)
Hilfskräfte in der Reinigung (1,1 Millionen Arbeitsplätze)
Gastronomie-Servicekräfte (661.570 Arbeitsplätze).

Alleine durch den Einsatz von Drohnen, durch automatisierte Abläufe in Lagerhallen und im Transport könnten demnach bis zu 1,5 Millionen Arbeitsplätze ersetzt werden. Insgesamt machen alleine die fünf oben genannten Berufe 6,3 Millionen gefährdete Arbeitsstellen aus.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, sieht die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt weniger dramatisch und spricht davon, dass nur rund 15 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland im Jahr 2013 einem sehr hohen Substitutionspotenzial ausgesetzt waren (http://doku.iab.de/forschungsbericht/2015/fb1115.pdf) und zieht das Fazit, „dass die Befürchtungen eines massiven Arbeitsplatzabbaus im Zuge einer weiterführenden Digitalisierung derzeit eher unbegründet sind. Etwa 15 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind in Deutschland mit einem sehr hohen Substituierbarkeitspotenzial konfrontiert.“
Im Gegensatz zu anderen Studien geht die IAB-Studie davon aus, dass nicht nur Helferberufe, sondern auch Fachkraftberufe einem hohen Substituierbarkeitspotenzial durch computergesteuerte Maschinen unterliegen. Spezialisten- und Expertenberufe wären dementgegen mit einem niedrigeren Substituierbarkeitspotenzial verbunden. Die IAB-Studie verweist auch auf mögliche Wachstumspotenziale durch die Digitalisierung und das Entstehen neuer Betätigungsfelder, die unter Umständen das Wegfallen verschiedener Berufsfelder kompensieren. Die IAB-Studie stuft die Digitalisierung so (im Unterschied zu anderen Studien) als Strukturwandel ein, bei dem sich Chancen und Risiken für den Arbeitsmarkt die Waage halten könnten.

Dennoch wird auch in dieser Studie klar, dass es auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu Freisetzungswellen kommen wird. Nur die Dimension und Ausprägung unterscheidet sich also je nach Studie und Quelle.
Allen Studien gemein ist aber, dass insbesondere ungelernte Beschäftigte sowie Beschäftigte mit niedriger oder mittlerer Qualifikation betroffen sein werden.

Diese Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt könnte im Extremfall (nimmt man die Prognosen der Oxford-Studie oder der Ing-DiBa) zu Zahlungsschwierigkeiten der Arbeitslosenversicherung führen, die nicht mit steuerlichen Mitteln aufgefangen werden können, da aufgrund der zahlreichen Personen ohne Erwerbseinkommen die Steuereinnahmen ebenfalls zusammenbrechen könnten. Auch die heutigen Rentenversprechen werden nicht zu halten sein, wenn ein signifikanter Teil der Menschen im erwerbsfähigen Alter keiner abhängigen Beschäftigung mehr nachgeht und so keine Zahlungen in die Rentenkasse mehr leistet. Gerade dann, wenn die geburtenstarken Jahrgänge altersbedingt sterben und der demographische Wandel sich normalisieren könnte, wird die Digitalisierung eine noch größere Herausforderung für das Rentensystem darstellen.
Der schleichende Zusammenbruch der Steuereinnahmen könnte ebenso dazu führen, dass der Staat keine finanziellen Mittel zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur und der öffentlichen Ordnung haben könnte.
Der Druck zur Erhöhung der Unternehmenssteuern wird deshalb wachsen und Modelle wie die Maschinensteuer werden als „Robotersteuer“ eine Renaissance erleben.
Die große Zahl an freigesetzten Arbeitskräften lässt auch die Massenkaufkraft schrumpfen und die Binnenkonjunktur erlahmen. Insbesondere Hersteller von Konsumgütern werden den Einbruch deutlich spüren. Schon jetzt wird auch von Seiten der Wirtschaft zur Abfederung des Kaufkraft-Einbruchs das allgemeine „(bedingungslose) Grundeinkommen“ diskutiert, damit auch zukünftig Produkte und Dienstleistungen verkauft werden können.
Parallel dazu entwickeln sich Bereiche, die nicht durch die Digitalisierung substituiert werden, wie zum Beispiel der Bereich der personenbezogenen Dienstleistungen, die Bereiche Bildung und Erziehung oder der therapeutische, psychosoziale und sozialpädagogische Bereich. Also Bereiche persönlicher Zuwendung, die nicht digital ersetzt werden können. In diesen Bereichen entstehen neue Beschäftigungsverhältnisse.
Gerade dem Bildungssektor kommt im Wettbewerb der digitalisierten Welt eine entscheidende Funktion zu.

Gesellschaftliche Aspekte:

Nimmt man die oben skizzierten Szenarien, wird sich die Spaltung der Gesellschaft deutlich verstärken. Hier die Experten-Arbeitnehmer, dort die Masse an freigesetzten Arbeitskräften, hier finanzieller Wohlstand, dort zunehmend prekäre Verhältnisse, hier gesellschaftliche und politische Teilhabe, dort ein Abhängen ganzer Bevölkerungsschichten.
Die aktuell diskutierte Spaltung der Gesellschaft in sogenannte „besorgte Bürger“ auf der einen Seite, die Angst vor Veränderungen haben, und flexiblen, mobilen und zukunftsgewandten Bürgern auf der anderen Seite, wird durch die Digitalisierung noch durch weitere Komponenten verschärft.

Politische Verwerfungen und Umwälzungen könnten die Folge sein.

Deshalb gilt es bereits jetzt, sich aktiv damit zu beschäftigen, wie der Spaltung entgegengewirkt werden kann. Selbst wenn die finanzielle Lebenssituation der beschäftigungslosen Bevölkerung durch ein Grundeinkommen abgemildert wäre, ist die Perspektive mehr als besorgniserregend, dass ein große Bevölkerungsgruppe ihre verfügbare Zeit hauptsächlich mit dem Konsumieren tumber Unterhaltungsformate in Fernsehen und den neuen Medien verbringt. Die Anfälligkeit einer so kontinuierlich verdummenden Gesellschaft gegenüber populistischen Bestrebungen und einfacher Demagogie liegt auf der Hand.
Wie die Auswirkungen für das private Leben jedes Einzelnen aussehen wird, beschreiben Zukunftsforscher in teils schrillen Farben und verknüpfen diese mit den Möglichkeiten der Augmented Reality, auch mit Wearable Computing – wie es heute bereits Fitness-Armbändern und Smart Watches zum Einsatz kommt.
Hier zeigt sich auch die Ambivalenz der Zukunftsvisionen, die positive Möglichkeiten, wie den medizinischen Fortschritt, negativen gesellschaftlichen Entwicklungen entgegensetzt.

Heute lässt sich bereits erahnen, wie das Datenmanagement (Big Data) jeden einzelnen zu gläsernen Bürgern werden lässt. Computersysteme, die dann autonom Entscheidungen auf Basis dieser Datenbestände treffen, müssen dennoch stets der Kontrolle und Steuerung durch Menschen untergeordnet sein und dürfen sich nicht verselbständigen.
Wenn es heute bereits möglich ist (und existiert), dass intelligente Waffen nicht nur ferngesteuert werden, sondern als autonome Systeme selbst auswählen können, wer getötet wird und wer überleben darf, wird klar, dass auch Behördenentscheidungen oder die Durchsetzung der öffentlichen Ordnung durch intelligente Systeme ausgeführt und durchgesetzt werden können.

Wo Computer Menschen ersetzen, wird eine Einzelfallentscheidung schwierig. Die oft bejubelte Ersetzung juristischer Expertise durch digitale Lösungen entfernt die menschliche Komponente aus dem Rechtssystem.

Dennoch lässt sich der Mensch nicht an jedem Ort substituieren. Besonders persönliche Dienstleistungen, die Einfühlungsvermögen erfordern, werden durch digitale Strom-An-Strom-Aus-Mechanismen nicht zu ersetzen sein.

Im Bereich der Bildung werden engagierte Pädagogen verhindern müssen, dass die modernen Laptop-Schüler nicht zu Ersatz-Robotern verkommen. Und Dienstleistungen am Menschen, wie Kranken- und Altenpflege, Physiotherapie und andere Körperbehandlungen, die durch digitale Systeme ausgeführt werden, sind nur schwer vorstellbar – auch wenn Robotertechnologien schon heute – sinnvollerweise – komplizierte medizinische Operationen durchführen.

Die politischen Akteure und alle verantwortlichen Entscheidungsträger in Unternehmen und Institutionen sind deshalb dringend aufgerufen, sich mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Interdisziplinäres Denken und ein Schauen über den Tellerrand sind notwendig. Unternehmerische Verantwortung darf nicht mehr an den Werkstoren aufhören.

Die Umwälzungsprozesse gemeinsam zu steuern und zu gestalten, wird eine Mammutaufgabe werden, die nicht durch Partialinteressen aktiv behindert werden darf. Ähnlich der Bewältigung des Klimawandels müssen Silo-Denken und das Verharren in Wagenburgen verschwinden, um gesellschaftlich konsensuale Lösungen zu erzielen.

Quelle:

Brzeski, Carsten / Burk, Inga: Die Roboter kommen. Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt. ING DiBa Economic Research vom 30. April 2015. https://www.ing-diba.de/pdf/ueber-uns/presse/publikationen/ing-diba-economic-analysis-die-roboter-kommen.pdf
Die Analysten beziehen sich in ihrer Analyse u.a. auf verschiedene Studienergebnisse von Deloitte, aus Finnland und den Niederlanden sowie auf die Oxford-Studie (s.u.). Ebenso werden Statistiken der Bundesagentur für Arbeit verwendet.

Dengler, Katharina / Matthes, Britta: Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt. Substituierbarkeitspotenziale von Berufen in Deutschland. IAB-Forschungsbericht 11/2015, http://doku.iab.de/forschungsbericht/2015/fb1115.pdf
Aktuelle Studienergebnisse des IAB betonen im Sinne eines Strukturwandels ebenfalls die Chancen der Digitalisierung für Unternehmen und den Arbeitsmarkt, während internationale Wissenschaftler und Philosophen sich in ihren Arbeiten eher an den Prognosen der Oxford-Studie orientieren.

Frey, Carl Benedikt & Osborne, Michael: The Future of Employment: How susceptible are jobs to computerisation?, 17. September 2013, Published by the Oxford Martin Programme on Technology and Employment https://www.oxfordmartin.ox.ac.uk/downloads/academic/future-of-employment.pdf Die Tabelle im Anhang (ab S.61ff.) zeigt, wie stark die Wahrscheinlichkeit für Berufe ist, durch die Digitalisierung („Computerisation“) ersetzt zu werden – und dies in aufsteigender Wahrscheinlichkeit. So lässt sich zum Beispiel nachlesen, dass der Beruf der Public Relations-/Fundraising-Spezialisten mit 18 Prozent Wahrscheinlichkeit von der Digitalisierung betroffen ist, während der Beruf des Versicherungskaufmanns mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit von 92 Prozent durch die Digitalisierung wegrationalisiert wird.

 

 

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