Hört auf über Greta zu reden!


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Wir sollten nicht über Greta reden, sondern über Lösungen gegen den Klimawandel.

Sich an Greta abzuarbeiten, ist nichts als ein Scheingefecht derer, die nichts ändern wollen. Ob man Greta nun gut findet oder die Person ablehnt, nur mit innovativen Ideen und besten Lösungen lässt sich die Klimakatastrophe aufhalten.

Desert - ©naturfreund_pics / Pixabay

Desert – ©naturfreund_pics / Pixabay / Bild von naturfreund_pics auf Pixabay
Hört auf über Greta zu reden! Holger Hagenlocher

Personenkult erzeugt Reibungspunkte

Zur Polarisierung um ihre Person hat Greta Thunberg selbst sowie ihre Berater und die Medien beigetragen. Anfangs von einer PR-Agentur medienwirksam in Szene gesetzt, hat sich der Personenkult inzwischen verselbständigt. Sie inszeniert sich und wird von den Medien inszeniert – wahlweise als Popstar oder Heilige. Das erzeugt Reibungspunkte.

Dabei ist das, was sie anspricht und zu Recht anprangert, zweifellos korrekt. Sie legt den Finger in die Wunde.
Doch es darf nicht darum gehen, ob man Greta mag oder nicht. Es muss darum gehen, was die besten Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel mit all seinen dramatischen Folgen sind.

 

Wenden wir uns von Greta ab und der drohenden Klimakatastrophe zu

Wenn man die Weltbevölkerung als Ganzes mitnehmen will, reicht es nicht, wenn über (zum Teil absolut notwendige) Verbote diskutiert wird. Es gilt, eine Begeisterung für die Suche nach Lösungen zu wecken. Lösungen, die im Ökosystem Erde die wesentlichen Menschheitsprobleme im Blick behalten.

Wie ernährt man klimaneutral die stark wachsende Weltbevölkerung?

Nachhaltige Lösungen für die Ernährung der stark wachsenden Weltbevölkerung unter Berücksichtigung, dass Massentierhaltung für mehr als die Hälfte der klimaschädlichen Gase verantwortlich ist. Sind In-Vitro-Fleisch oder die vegane Lebensweise die einzigen Antworten?

Fluchtursachen bekämpfen heißt lebenswerte Verhältnisse schaffen

Der Klimawandel wird weltweit zu weiteren Migrationsbewegungen führen. Hunderte Millionen Menschen werden vor Hunger und Dürre fliehen. Ziele sind die reichen, hochindustrialisierten Länder Europas oder Nordamerikas. Wie reagieren? Ist die „Festung Europa“ eine Antwort auf die massenhafte Flucht? Wer von „Fluchtursachen bekämpfen“ spricht, muss sich darüber Gedanken machen, wie die Klimakatastrophe in den betroffenen Gebieten verhindert oder zumindest abgemildert werden kann und muss sich aktiv um lebenswerte Verhältnisse, ernährungstechnisch, politisch und ökonomisch kümmern. Ohne dabei die Ursachen des Klimawandels aus den Augen zu verlieren.

 

Wettbewerb der besten Lösungen

Was es jetzt braucht, ist ein Wettbewerb der besten Lösungen. Wer diesen Wettbewerb gewinnt, positioniert sich auch ökonomisch nachhaltig. Viele junge Start-ups oder Existenzgründungen in Deutschland, die sich der Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz verpflichtet fühlen, geben zwar ein gutes Gefühl und sind absolut positiv zu bewerten. Letztlich sind sie aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Global agierende Konzerne müssen erkennen, dass Ökologie und Ökonomie kein Widerspruch sind. Ein Umsteuern ist auch eine zukunftsträchtige Positionierung, die von den Konsumenten belohnt werden wird.

 

Das (Klima-)Gift der Populisten

Das Pariser Klimaabkommen gab große Hoffnung, dass die Weltgemeinschaft sich gemeinsam der Klimakatastrophe entgegenstellt. Nationale Interessen und Kirchturmdenken haben die Bestrebungen in den ersten Jahren ad absurdum geführt. Die Beispiele Brasilien und USA zeigen es. Populistische Führer setzen aus Gründen des Machterhalts all das aufs Spiel, das vorab mühsam auf den Weg gebracht wurde.
Es bleibt zu hoffen, dass über alle politischen und religiösen Grenzen, regionalen Machtinteressen sowie kurzfristigen ökonomischen Erwägungen hinweg die Einsicht gewinnt, dass die Katastrophe nur abgewendet werden kann, wenn alle sich aktiv beteiligen. Gerne in einem Wettbewerb der besten Ideen.

 

Genug diskutiert. Jetzt handeln. Mit konkreten Lösungen.

So wird deutlich. Es geht nicht um Greta. Sie hat ihren Beitrag geleistet. Jetzt geht es um die konkreten Lösungen der Probleme. Je besser die Lösungen sind, desto weniger Verbote brauchen wir.

 

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